www.magen.hexal.deMagen-Darm-Trakt und Verdauung
Grundlagen zu den Themen Magen-Darm-Trakt und Verdauung

"Kurioses" aus Magen und Darm:
- Täglich produziert unser Magen etwa 2-3 Liter Magensaft.
- In unserem Magen herrscht ein durchschnittlicher pH-Wert von 1-2.
- Unser Darmsystem hat unaufgerollt eine Länge von etwa 6 Metern.
- Die innere Oberfläche unseres Darmsystems hat etwa
die Größe von 200 m². - In unserem Darmsystem siedeln etwa 100 Billionen Bakterien (Darmflora).
Die Verdauung
Die Hauptaufgabe unserer Verdauung besteht darin, die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe aufzuspalten und dem Körper zuzuführen. Unser Verdauungstrakt bildet ein komplexes System aus hintereinander geschalteten Organen: Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Enddarm.
Die Verdauung beginnt bereits in der Mundhöhle. Die Nahrung wird im Mund während des Kauens zerkleinert und intensiv mit Speichel vermischt. Der Mundspeichel wird von drei großen Drüsen (Ohrspeicheldrüse, Unterkieferdrüse, Unterzungendrüse) gebildet und anschließend in die Mundhöhle abgegeben. Täglich werden ca. 1-1,5 Liter Speichel gebildet.
Beim Schlucken passiert der eingeweichte Speisebrei den Rachen (Pharynx) und gelangt in die Speiseröhre (Ösophagus). Erreicht die Nahrung das Ende der Speiseröhre, so öffnet sich der untere Verschluss, und die Nahrung gleitet in den Magen. Unterschiedliche Zellen in der Magenschleimhaut produzieren den stark Salzsäure-haltigen Magensaft, der die weitere Aufspaltung des Speisebreis einleitet.
Um sich selbst vor dem salzsäurehaltigen Magensaft zu schützen, benötigt die Magenschleimhaut intakte Schutzfaktoren:
- Durchgehende Schleimschicht
- Gute Schleimhautdurchblutung
Der Magen
Im Magen wird der Speisebrei durch starke Kontraktion der muskulösen Magenwand durchgeknetet und schließlich portionsweise in den Dünndarm abgegeben. Je nach Beschaffenheit der zugeführten Nahrung kann diese im Magen unterschiedlich lange verweilen. Jeder kennt den Zustand, dass eine fettreiche Speise besonders „schwer im Magen liegt“. Zugeführte Nahrung kann dementsprechend auch Einfluss auf den Weitertransport von Arzneimitteln aus dem Magen in den Darm nehmen.
Der Darm
In dem Teil des Dünndarms, der sich an den Magen anschließt (Zwölffingerdarm), wird die Säure neutralisiert und weitere Verdauungsenzyme, die im neutralen pH-Bereich aktiv sind, schließen den Speisebrei weiter auf. Hierzu fließen aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und der Gallenblase fettlösende und enzymhaltige Sekrete in den Darm ein, die sich dort mit dem Darmsaft und dem Speisebrei vermischen. Eine Besonderheit der Dünndarmschleimhaut ist ihre enorm große Kontaktoberfläche: Zahlreiche Schleimhautfalten mit aufsitzenden Zotten bilden eine innere Dünndarmoberfläche von nahezu 200 Quadratmetern aus – dem idealen Ort für eine Aufnahme (Resorption) der wertvollen Nahrungsbausteine in unsere Blutbahn und unser Lymphsystem.
Durch wellenförmige Bewegungen der Darmmuskulatur wird der Darminhalt weiter in den Dickdarm transportiert. Im Dickdarm werden im Wesentlichen die unverdaulichen Nahrungsreste eingedickt, indem ihnen restliches Wasser und Mineralstoffe entzogen werden. Außerdem spaltet die Darmflora im Dickdarm die Ballaststoffe auf, die für die Verdauung so wichtig sind, und sie versorgt die Darmschleimhaut durch ihre Stoffwechselaktivität mit wichtigen Nährstoffen.
Große rhythmische (sogenannte peristaltische) Wellen transportieren unverwertbare Nahrungsbestandteile mehrmals täglich zum Enddarm, wo sie über den terminalen Schließmuskel (After) ausgeschieden werden.




