Verstopfung (Obstipation)

Symptome, Ursachen und Therapie von Verstopfung

Definition:

Definitionsgemäß liegt eine Verstopfung erst dann vor, wenn man weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang hat. Der Stuhl ist trocken und hart, zumeist erfolgt die Darmentleerung erst durch heftiges Pressen und unter Schmerzen. Eine Verstopfung kann akut auftreten oder chronisch sein.

Symptome:

Betroffene leiden oft unter schmerzhaften Stuhlentleerungen, Blähungen, sowie Völle- und Druckgefühl im Bauchraum.

Ursache:

Grundsätzlich kann eine Obstipation infolge einer verzögerten Darmpassage oder einem gestörten Entleerungsreflex auftreten. Das Ursachenspektrum einer Obstipation ist sehr breit gefächert. Im untenstehenden Schaukasten finden Sie eine Auswahl von möglichen Ursachen für eine Darmverstopfung.

Therapie:

Laxantien beschleunigen die Stuhlentleerung über verschiedene Wirkprinzipien. Quellstoffe wie z. B. die Inhaltsstoffe von Leinsamen quellen unter Wasseraufnahme und üben so einen Dehnungsreiz auf die Darmwand aus. Sogenannte Osmolaxantien halten Wasser im Darminneren zurück. In diese Gruppe fallen z. B. die Wirkstoffe Lactulose oder Macrogol. Verwendung finden heutzutage ferner Substanzen, die die Elektrolyt- und Wasserresorption aus dem Darminneren hemmen (z. B. Rizinusöl, Natriumpicosulfat).

Tipp: Viele Patienten glauben irrtümlich, dass eine tägliche Stuhlentleerung für eine normale Darmfunktion erforderlich ist und greifen frühzeitig zu Abführmitteln. Nach längerer Einnahme führen viele Abführmittel selbst zu Darmträgheit. Versuchen Sie daher zuerst, Ihre Lebens- und Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Nehmen Sie ballaststoff- und faserreiche Kost wie Getreideprodukte, Gemüse und Salate zu sich, trinken Sie ausreichende Mengen Flüssigkeit und betätigen Sie Sich körperlich, um Ihren Darm in Schwung zu bringen. Dringend abzuraten ist von der Einnahme von Laxantien zur Gewichtskontrolle oder Blutreinigung.

Ursachen für eine Verstopfung: