www.magen.hexal.deGallensteine
Symptome, Ursachen und Therapie von Gallensteinen
Definition:
Eine der häufigsten Erkrankungen der Gallenwege und der Gallenblase ist das sogenannte Gallensteinleiden, bei dem sich vorwiegend aus Cholesterol bestehende Ablagerungen im Gallenwegssystem bilden.
Entsprechend der Steinzusammensetzung unterscheidet man
- Cholesterolsteine mit hohem Cholesterolanteil (Häufigkeit ca. 80%),
- Pigmentsteine, die hohe Anteile an Kalziumsalzen des Farbstoffs Bilirubin enthalten (Häufigkeit ca. 20%).
Ursache:
Der Bildungsort der Steine ist meist die Gallenblase, in der eine Aufkonzentrierung der Lebergalle erfolgt. Ursachen für eine Gallensteinbildung sind in der Regel Entleerungs- bzw. Abflussstörungen der Gallenblase und Gallenwege sowie chronisch erhöhte Blutcholesterolspiegel. Bei zu hohen Cholesterolspiegeln kommt es zu einer Übersättigung der Galle mit Cholesterol, das schließlich nicht mehr in Lösung gehalten werden kann und Mikrokristalle bildet, die sich nach und nach vergrößern.
Symptome:
Etwa 10 % der erwachsenen Bevölkerung leiden an Gallensteinen, wobei Frauen etwa 2-3mal so häufig betroffen sind wie Männer. Viele Gallensteinkranke klagen über unklare Oberbauchbeschwerden mit Völlegefühl, Fettunverträglichkeit und Aufstoßen. Häufig jedoch bleiben Gallensteine auch "stumm" und werden bei Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes rein zufällig entdeckt. In diesem Fall sind die betroffenen Personen völlig symptom- und schmerzfrei.
Bei etwa einem Viertel aller Steinträger treten Gallenkoliken auf, die
durch eine Einklemmung eines Steins in den Gallengängen bedingt sind.
Die spastische Muskelverkrampfung der Gallenwegs- und Gallenblasenmuskulatur
ist mit starken Schmerzen und Übelkeit verbunden. Ein dauerhafter Verschluss
der Gallenblase und Gallenwege durch Steinbildung kann auch eine Gallenblasenentzündung
(Cholezystitis)
bzw. eine Gallengangsentzündung (Cholangitis)
nach sich ziehen.
Therapie:
Eine medikamentöse Gallensteinauflösung ist immer dann erfolgversprechend, wenn es sich bei den Gallensteinen um reine Cholesterolsteine handelt und keine Funktionseinschränkung der Gallenblase sowie der Leber vorliegt. Als Arzneistoffe kommen die Substanzen Chenodeoxycholsäure und Ursodeoxycholsäure zum Einsatz. Diese Wirkstoffe nehmen Einfluß auf die Cholesterolausscheidung in die Galle. Als Gallensäure-Abkömmlinge erhöhen sie gleichfalls die Fähigkeit der Lebergalle, Cholesterol in Lösung zu halten bzw. kristallines Cholesterol wieder aufzulösen. Bei einem Ansprechen der Therapie kann innerhalb von 6-24 Monaten mit einer Steinauflösung gerechnet werden. Die Therapie ist in der Regel sehr nebenwirkungsarm.
Neben der medikamentösen Therapie können Gallensteine




