Erkrankungen des Verdauungstraktes

Magen-Darm-Erkrankungen auf einen Blick

Erkrankungen des Verdauungstraktes treten in ganz unterschiedlichen Formen auf. Sie können sich in Ursache, Beschwerdebild und Behandlung mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden.

Säurebedingte Magen-Darm-Erkrankungen

Funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen

Verdauungsbeschwerden

Gallenwegserkrankungen

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Bei einer Reihe von Erkrankungen spielen die Magensäure und die im Magensaft enthaltenen Enzyme (z. B. Pepsin) eine wichtige Rolle. Zu diesen Erkrankungen zählen vor allem Sodbrennen, Reflux, Gastritis, Magengeschwür, Zwölffingerdarmgeschwür und Zollinger-Ellison-Syndrom. Hier kann zum Einen eine Übersäuerung (Hyperazidität) die Beschwerden auslösen. Oder aber Magensäure und Verdauungsenzyme gelangen an Stellen, die nicht ausreichend vor den verdauenden und schleimhautschädigenden Wirkungen dieser Verdauungssäfte geschützt sind. Letzteres ist der Fall, wenn Magensaft infolge eines unzureichenden Verschlusses des Mageneingangs in die Speiseröhre zurückfließen kann (Reflux).

Bild: Säurebedingte Erkrankungen (Magen und Darm)

Möglich ist auch, dass der schützende Schleimüberzug des Magens oder des Zwölffingerdarms durch eine bakterielle Infektion mit dem Keim Helicobacter pylori oder manchmal auch durch die Nebenwirkungen von Schmerz- oder Rheumamitteln geschädigt ist. In diesem Fall können die Magensäure und die Verdauungsenzyme empfindliches Gewebe zerstören und so die Bildung eines Geschwürs (Ulkus) bedingen.

Tipp: Grundsätzlich kann man bei säurebedingten Erkrankungen von der Intensität der Beschwerden nicht auf die Schwere der Erkrankung schließen. Auch ist infolge der ähnlichen Symptome verschiedener Krankheitsbilder eine sichere Diagnose nur durch einen Arzt möglich.

Wussten Sie, dass

  • etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung unter Refluxbeschwerden leidet? Tendenz steigend.
  • ca. 15-20 Millionen Deutsche über Sodbrennen klagen?
  • die Einnahme von Schmerzmitteln in 1-2 % der Fälle zur Ausbildung eines säurebedingten Ulkus führt?
  • etwa 1,5 % der deutschen Bevölkerung mindestens einmal an einem Zwölffingerdarmgeschwür erkranken?
  • etwa 50-80 % der Patienten mit ausgeheiltem Ulkus innerhalb eines Jahres einen Rückfall erleiden?